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Vorbereitung zur Publikation

 

Nach erfolgreicher Lektoratsarbeit und Umarbeitung des Manuskripts durch die Autorin, den Autor steht die Vorbereitung zur Publikation an. Dieser Schritt steht am Ende eines Gesamtlektorats auf der Basis eines Lektoratsvertrags.

Die Vorbereitung zur Publikation umfaßt:

 

Hier noch einige Hinweise zur korrekten Erstellung eines Manukripts mittels Computer-Textverarbeitung:


ALLGEMEINES


Die meisten Verlage arbeiten vorzugsweise mit dem Textverarbeitungsprogramm "Microsoft Word für Windows", sind dabei aber i. d. R. kompatibel zu allen Vorgängerversionen von "Word" (für Windows und DOS), zu den meisten anderen gängigen DOS- und Windows-Textverarbeitungen sowie zu "Apple
Macintosh-Word".

Unabhängig vom verwendeten Textverarbeitungssystem ist es auf jeden Fall
sinnvoll, wenn Sie Ihre Textdatei zusätzlich im plattformübergreifenden RTF-Format abspeichern. Die meisten Textprogramme bieten diese Möglichkeit des
Sicherns.

Mac-Benutzer sollten ihren Text auf einer DOS-formatierten Diskette abspeichern und mit einem Dateinamen versehen, der nicht länger als acht Zeichen (exkl. Dateiendung) ist, z.B. "name.rtf").

"Word für Windows 95/98"-Benutzer sind ebenfalls gut beraten, wenn sie ihre Dokumente mit einem Dateinamen versehen, der nicht länger als acht Zeichen (exkl. Dateiendung, z.B. ".RTF") ist.

An alle "Exoten": Sollten Sie Ihren Text mit einem anderen Programm als den oben genannten oder gar auf einem anderem Computersystem erfassen, setzen
Sie sich bitte unbedingt vor Arbeitsbeginn mit Ihrer Agentur oder dem Verlagslektorat in Verbindung.

Nur bei langen Texten (ca. 500 Manuskriptseiten und mehr) richten Sie bitte je eine Datei pro Kapitel ein, und benennen diese entsprechend, z.B.:

Buchtitel\kap01.txt, Buchtitel\kap02.txt usw.

Kürzere Manuskripte speichern Sie bitte in einer Datei ab, es sei denn, mit dem Lektorat wurde etwas anderes vereinbart (z.B. bei Sachbuchtexten).

Wichtig: Erstellen Sie Normseiten = 1.800 Anschläge pro Seite, d.h.: ca. 30 Zeilen à 60
Anschläge pro Zeile.

Paginieren Sie das Gesamtmanuskript fortlaufend.



ZUR TEXTERFASSUNG


Eigentlich selbstverständlich, aber gerade bei Computer-Neulingen immer wieder mal vorkommend: Schreiben Sie zusammenhängenden Text fortlaufend, also ohne Zeilenschaltung (bzw. ¶) am rechten Textrand. Nehmen Sie nur dort eine Zeilenschaltung vor, wo auf jeden Fall ein neuer Absatz bzw. eine neue Zeile beginnen soll.

Formatieren Sie Ihren Text in einer nicht-proportionalen Schrift (das ist ein Font mit
stets gleicher Zeichenbreite) wie z.B. die "Courier New".

Besondere Absatzformatierungen sind bei den meisten Verlagen im allgemeinen unerwünscht - im Gegenteil, sie erschweren und verzögern das Redigieren und Satzfertigmachen zum Teil erheblich! Sehen Sie daher von individuellen Druckformatvorlagen (Stylesheets), der Verwendung von Proportional- oder Schmuckschriften oder einer speziellen Einstellung für den Zeilenabstand vor und
nach einem neuen Absatz ab. Verzichten Sie bei der Erstellung Ihres Manuskripts auch auf speziell gestaltete Vorsatzblätter, Vignetten oder sonstige "Verschönerungen". Nur Amateure versuchen, ihre Manuskripte mit solchen Spielereien aufzupeppen.

Neue Kapitel müssen auf einer neuen Seite beginnen. Verwenden Sie hierfür bitte ausschließlich die Option "Manueller Umbruch - Neue Seite" (bzw. "Erzwungener Seitenumbruch") Ihres Programms.

Erstellen und drucken Sie Ihren Text nicht im Blocksatz.

Wichtig! Erfassen Sie Texte grundsätzlich ohne Trennungen und ohne Trennprogramm!

Verzichten Sie bei der Erstellung Ihres Manuskripts - mit Ausnahme der Paginierung
(Seitennumerierung) - auf Text in den Kopf- bzw. Fußzeilen.

Fußnoten erstellen Sie bitte ausschließlich mit der entsprechenden Funktion "Einfügen Fußnote". Anmerkungen, die nicht im Buch erscheinen sollen oder Hinweise für das Lektorat gehören jedoch nicht in dieses Feld!

Einzüge nehmen Sie am besten stets per Tabulator vor (1 cm). Keinesfalls dürfen Einzüge mittels Leerzeichen erzeugt werden! Verzichten Sie möglichst auf die Optionen "Automatischer Erstzeileneinzug" oder "Hängender Einzug".

Achtung: Nach einem Absatz mit vorangegangener Leerzeile wird ohne Einzug begonnen!

Neue Absätze werden lediglich durch zwei Leerzeilen vom vorangehenden Text getrennt. Bitte verzichten Sie auch auf die Verwendung von Vignetten, Sonderzeichen (z.B. ***) oder durchgezogenen Linien, um einen neuen Absatz zu kennzeichen, auch wenn dies in der fertigen Publikation so gehandhabt werden soll.

Auslassungspunkte (...) sollten eine einheitliche Schreibweise haben. Es hat sich als
zweckmäßig erwiesen, dass Auslassungspunkte mitten im Satz mit je einem Leerzeichen davor und dahinter erfasst werden:

Text(Leerzeichen)...(Leerzeichen)Text.

Am Satzanfang gibt man Auslassungspunkte gefolgt von einem Leerzeichen ein:

(Leerzeichen)...(Leerzeichen)Text.)

Besondere Auszeichnungen wie außergewöhnliche Schriftenwechsel, Eigennamen,
Zitate und deren Kennzeichnung durch Umschaltung auf Kursivschrift oder mittels Anführungszeichen, Unterstreichungen, Fettdruck usw. sollten mit dem Lektorat unbedingt vor Arbeitsbeginn abgestimmt bzw. mit Ablieferung des Textes gesondert
aufgelistet werden.

 

Das Manuskript ist fertig - wie geht es weiter?

Nachfolgend einige Hinweise für die erste
Kontaktaufnahme mit einem Verlag

1. Erstellen Sie ein korrekt formatiertes Manuskript.
Wie das auszusehen hat: siehe oben.

2. Wenn Ihnen konkrete Gestaltungsvorschläge für
Ihr Buch vorschweben, so legen Sie einige Musterseiten für das gewünschte Layout bei; keinesfalls jedoch sollte das eigentliche Manuskript in der von Ihnen angestrebten Buchaufmachung formatiert werden. Das gleiche gilt für Illustrationen und Fotos: Treffen Sie auch hier nur eine kleine, aber repräsentative Auswahl, und verschicken Sie niemals Originalvorlagen oder -bildmaterial.

3. Nehmen Sie nach Möglichkeit vor dem Versand
Ihres Manuskriptangebotes telefonischen Kontakt mit dem Lektorat des von Ihnen ausgewählten Verlags
auf. So lassen sich schon im Vorfeld Bedarf und
weitere Vorgehensweisen abklären. Ein persönliches Gespräch kann Ihnen viel Frust und unnötige Ausgaben ersparen.

4. Versenden Sie niemals unaufgefordert ein
komplettes Manuskript (auch und schon gar nicht per eMail), sondern lediglich ein Exposé, einen mehrseitigen Textauszug und eine werblich verfasste Inhaltsangabe Ihres Werkes. Wird auf Basis dieser Informationen beim Verlag ein ernsthaftes Interesse an Ihrem Buch geweckt, so wird man Sie zu gegebenem Zeitpunkt bitten, das komplette Manuskript einzusenden.

5. Neben dem Anschreiben versehen Sie auch das
Vorsatzblatt Ihres Manuskripts sowie alle Informationstexte mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Ihrer Telefonnummer.

6. Nach dem Manuskriptversand: Bombardieren Sie
den Verlag nicht mit Telefonaten oder Schreiben, in denen Sie sich nach Ihrem Buchangebot erkundigen. Warten Sie vielmehr, bis man sich mit Ihnen in Verbindung setzt. Sollten Sie allerdings nach einer
Frist von sechs bis acht Wochen noch keine erste
Rückmeldung erhalten haben, dürfen Sie getrost einmal telefonisch nachfragen, ob das Manuskript eingegangen ist und schon eine Entscheidung getroffen wurde.

Hintergrund: Die Prüfung eingegangener Manuskripte
macht im täglichen Redaktionsalltag oft nur einen kleinen Teil aus. Darüber hinaus entscheiden viele
Lektoren keinesfalls einsam und alleinverantwortlich,
ob ein interessantes Projekt in das kommende Verlagsprogramm aufgenommen wird oder nicht. Vielmehr sind an diesem Prozess für gewöhnlich verschiedene Abteilungen (z.B. Programmchef, Marketing, Vertrieb) beteiligt. Besteht seitens des Verlags ein grundsätzliches Interesse an Ihrem Buch, werden im nächsten Schritt nicht selten die Verlagsvertreter, die alle Neuerscheinungen auf ihren saisonalen Reisen in den Handel "einverkaufen"
müssen, zum Projekt gehört. Dies geschieht zumeist
auf den mehrmals jahrlich stattfindenden Vertreterkonferenzen (i. d. R. Anfang Frühjahr und Anfang Herbst), bei denen der Verlag dem Verkaufsteam alle geplanten Titel vorstellt.